Länderkunde für Schüler im Rahmen der Hürther Weltreise

Klimaextreme, Cricket und scharfes Essen

Gernot Gricksch gibt nach seiner Lesung Autogramme für seine Fans aus den Klassen 5d und 6e

Qasim Shahzad (2.v.r.) hat mit Rücksicht auf europäische Gaumen auf die landestypische Schärfe verzichtet

22.03.2013 - Wer war schon mal in einem Land, in dem er bei minus 50°C extrem friert oder bei plus 50°C verzweifelt Schatten sucht? Das kann man in Pakistan erleben. Denn der K2, mit über 8600 m Höhe der zweithöchste Berg der Erde, bricht auf dem Gipfel so manche Minusrekorde. Wem das zu kalt ist, kann sich in der Wüste Thar im Süden Pakistans aufwärmen. Allerdings sind Temperaturen von 50°C auch nur von Menschen auszuhalten, die an das Klima gewohnt sind.

Jedenfalls staunten Vincent, Jennifer, Tom und Felix aus der 5b nicht schlecht, als sie von diesen Extremen hörten. Sehr aufmerksam hörten sie beim Besuch der pakistanischen Familie dem Gastgeber Qasim Shahzad zu, der die Kinder bei der Hürther Weltreise in seine Familie eingeladen hatte.

Wohlwissend, dass Deutsche die überaus scharfen Gewürze nicht essen können, gab es leicht asiatisch gewürzten Nudelauflauf und Hähnchen mit Sesambrot. Der Reispudding als Nachtisch war mit Nüssen verfeinert. Gut gesättigt staunten die Schüler dann über wunderschöne Kleider mit Goldfäden und aufwendigen Verzierungen. Selbst Schuhe für Kleinkinder waren mit unzähligen kleinsten Perlen geschmückt. Auch der Goldschmuck, den Frauen in Pakistan u.a. zur Hochzeit geschenkt bekommen, wurde bewundert. Frau Shahzad stellte in dem Zusammenhang einige Traditionen ihres Landes vor, betonte aber, dass die Menschen in Pakistan recht selbstbestimmt leben.

Den früheren britischen Einfluss merkt man noch an der Amtssprache Englisch, aber auch an den beliebten Sportarten Squash und Cricket. Schließlich kann man im Arabischen Meer attraktive Wassersportarten ausüben, so dass wir dort gerne Ferien machen würden.

Auch andere Länder wie Brasilien, Armenien und Frankreich wurden von Fünftklässlern besucht. Begeistert erzählten sie beim späteren Empfang dem Bürgermeister, dass sie Schnecken, Muscheln und Trüffel probiert hatten, vor allem aber viel Interessantes über andere Kulturen, Landschaften, Tierarten und vieles mehr erfahren hatten. Auf diese Weise lernen die Teilnehmer der Weltreise die Vielfalt verschiedener Länder kennen, erfahren dies als Bereicherung unserer Kultur und erweitern ihren Blick auf die Welt, was Toleranz und Antirassismus stärkt.

Ein großes Dankeschön an die gastgebenden Familien, das Bundessprachenamt, die Begleiter und vor allem die Reisenden für ihr Engagement.

Anne Präder, Koordinatorin der Weltreise am EMG