Deutschunterricht bei Sommerhitze: 8e improvisiert Schiller
Auf den Spuren Wilhelm Tells
Dramatische Szene: Wilhelm Tell legt an, um seinem Sohn aus 100 Metern einen Apfel vom Kopf zu schießen
05.07.2013 - In den letzten Deutschstunden haben wir, die Klasse 8e des Ernst-Mach-Gymnasiums, mal keine langweilige und öde Grammatik, sondern das Theaterstück ''Wilhelm Tell'' durchgenommen. Das Stück umfasst fünf Akte, welche wir jedoch nicht alle im Unterricht besprochen haben. Die Akte sind durch verschiedene Szenen gegliedert.
Am Anfang der Unterrichtsreihe war es zwar noch schwer, diese altertümliche Sprache zu verstehen, doch mit der Zeit gewöhnte man sich dran, und es war verständlich. Auch die Zusammenhänge waren anfangs schwer zu verstehen, doch da wir die Geschichte der Schweiz, wo das Stück spielt, nach und nach durchgenommen haben, wurden auch die Zusammenhänge mit der Zeit klar.
Irgendwann verfielen wir dann auch mit dem Thema Theater in eine gewisse Routine und das Thema wurde (vor allem bei der Sommerhitze) anstrengend. Doch dann kam Fr. Börgers auf die geniale Idee, eine der zentralen Szenen des Stücks bei gutem Wetter nachzuspielen. Die Szene, wo Wilhelm Tell dazu gezwungen wird, einen Apfel aus 100 Metern Entfernung vom Kopf seines eigenen Sohnes zu schießen, dies schafft, aber unter falschen Vorwänden verhaftet wird. So kam das eine zum anderen, und an einer Deutschstunde, an der auch das Wetter stimmte, nahmen wir unsere Requisiten und gingen hinaus in die wunderbar warme Sonne.
Wir bekamen eine Szene zugeteilt und wurden in Gruppen von jeweils sieben Leuten eingeteilt. Die Gruppen erhielten 45 Minuten Zeit zu proben, und so machten sie sich auf den weg mit Steckenpferd und Hut bewaffnet und probten, was das Zeug hielt. Es machte allen, vor allem bei dem Wetter, riesigen Spaß. Und so sind auch die Stücke entsprechend (improvisiert) gut geworden.
Als es schließlich darum ging vorzuführen, zierten sich einige wegen der altertümlichen Sprache. Doch letztlich trugen alle vor, und keinem verging der Spaß. Mit imaginärer Armbrust und Stöcken als Piken legten wir los und trugen vor, was das Zeug hielt. Die Ergebnisse konnten sich allemal sehen lassen, und es hat super Spaß gemacht. Solche Stunden sollte es meiner Meinung nach in allen Fächern (Mathe,Englisch...) und vor allem viel öfter geben.
Das einzig Schlechte an dem Thema ist, dass wir eine Arbeit darüber schreiben müssen.
Matthias Latton
